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Als Bloggerin und Autorin bin ich sehr dankbar, in Deutschland zu arbeiten und zu schreiben. Hier kann ich meine Meinung ungehindert verbreiten und veröffentlichen, ohne Angst vor Konsequenzen haben zu müssen. „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Eine Zensur findet nicht statt“, so steht es in Artikel 5 des Grundgesetzes. Diese Pressefreiheit, genauer gesagt die äußere Pressefreiheit, bezeichnet also das Recht von Medien wie Zeitungen (auch Internetzeitungen), Rundfunk und TV auf eine ungehinderte Ausübung ihrer Tätigkeit und vor allem auf die staatlich unzensierte Veröffentlichung von Nachrichten und Meinungen. Details zu Rechtsfragen regelt das Presserecht. Die Idee dieser Presse- und Meinungsfreiheit wurde vor allem während der Zeit der Aufklärung entwickelt. Doch diese Rechte gelten leider in weiten Teilen der Welt nicht: Überall wird systematisch gegen Medienschaffende gehetzt, sie werden verfolgt und unterdrückt, was dazu führt, dass sie zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Was sind Ursachen für die Verfolgung von Medienschaffenden? Welche Länder sind besonders betroffen? Und was passiert überhaupt mit den Inhaftierten? Antworten gibt der folgende Hintergrundbericht mit Beispielen aus der Türkei, Honduras, Ägypten und China.

Für Ata Anat sind nicht nur Menschen, die vor Krieg oder schlechten ökonomischen Bedingungen fliehen, Flüchtlinge. Er fasst diesen Begriff weiter, spricht auch Jugendliche an, die zum Beispiel vor familiären oder schulischen Problemen flüchten, Jugendliche, die sich in emotionalen Krisen, in misslichen Lagen befinden und ein Ventil für ihre Gefühle brauchen. Doch wie kann man diesen jungen Menschen helfen? Musik ist die Antwort – sagt der 32-Jährige, der selber einen Migrationshintergrund hat und mit sieben Jahren zusammen mit seiner Familie aus der Türkei nach Deutschland kam. Nach der Fachholschulreife in Düsseldorf probierte er sich beruflich viel aus, begann zunächst eine Lehre in einer Bank, studierte Sozialpädagogik und Sport. Und schon immer stand die Arbeit mit Kindern, mit Jugendlichen im Fokus seines Schaffens. Bis heute arbeitet Ata Anat als Fußballcoach, trainiert eine eigene Mannschaft. Im Dezember 2017 gründete er dann Rap for Refugees e.V., ein Verein, der neben regelmäßig stattfindenden Festivals auch diverse Workshops rund um Rap und Hip-Hop für Jugendliche anbietet. Welche Ziele er mit seiner Arbeit verfolgt, wie das ganze Projekt finanziert wird und welche Events als nächstes geplant sind, davon erzählt Ata Anat in dem folgenden Interview.

Für ihn ist es selbstverständlich, zu helfen: der Jurist Thomas Krüger ist Mitglied von Amnesty International Hamburg, unterstützt in diesem Zusammenhang die Asylsprechstunde der NGO sowie das Flughafenforum unter der Leitung der Diakonie. Wie seine Arbeit hier im Detail aussieht, welche Herausforderungen und auch Schwierigkeiten ihm dabei begegnen, davon erzählt Thomas Krüger in dem folgenden Gespräch. Außerdem erklärt und definiert er asylrechtliche Begriffe leicht und verständlich, wie beispielsweise die Beschlüsse der Genfer Flüchtlingskonvention oder das Dublin-Abkommen.

An interview with Walid K. (name changed). The young Afghan artist talks about painting, creativity and inspiration. He explains why he likes the colour blue, in what kind of mood he can paint the best and why he prefers to paint people and buildings.

Immer wieder kämpft die iranische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotoudeh für die Rechte der Frauen, gegen Unterdrückung und Willkür. Ein Engagement, welches von Seiten der iranischen Behörden nicht gerne gesehen wird. Im Februar wurde Nasrin Sotoudeh in Teheran erneut verhaftet, das Urteil lautet nun insgesamt 38 Jahre Gefängnis. Doch die mutige Frau lässt sich nicht einschüchtern. Unterstützt wird sie dabei von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und Amnesty International.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte stammt aus dem Jahr 1948. Sie ist Arbeitsgrundlage für die Arbeit von Amnesty International. Doch was genau verstehen wir überhaupt unter Menschenrechten? Wo haben diese ihre Wurzeln und wie können sie geschützt werden? Antworten gibt die Juristin Sarah Rödiger. Sie ist ehrenamtliche Sprecherin von Amnesty International Hamburg und hat sich schon während ihres Studiums für Menschenrechte stark gemacht. In dem folgenden Interview erklärt sie außerdem, wie Amnesty International genau arbeitet, welche Kampagnen und Eilaktionen gerade aktuell laufen und sie zeigt Ursachen auf, weswegen weltweit so viele Menschenreche tagtäglich verletzt werden.

Mahmood ist aufgeregt. Gleich wird er sein Heimatland Afghanistan vorstellen. Eine Woche lang hat der 29-Jährige mit den Mitarbeitern des why not Cafés an dieser Präsentation gefeilt, hat im Internet recherchiert, sich Notizen gemacht, das freie Sprechen geübt. Seit nun mehr als zwei Jahren ist Mahmood schon in Deutschland, hat sich mittlerweile gut in Hamburg eingelebt, hat Freunde gefunden, besucht einen Sprachkurs, arbeitet ehrenamtlich hier im Café.

Alleine dieses Jahr sind bereits über 1700 Menschen auf dem Mittelmeer ertrunken – die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Viele europäische Staaten schließen ihre Häfen, die Seenotrettung wird kriminalisiert, Organisationen, aber auch Einzelpersonen werden angeklagt, während weiterhin tausende Menschen einen sinnlosen Tod sterben. Um diesem erschreckenden Trend entgegenzuwirken, gründete sich Mitte diesen Jahres die Seebrücke, eine Initiative, die sich solidarisch mit den betroffenen Flüchtlingen zeigt. Ich traf zwei Mitstreiter der Seebrücke Kreis Pinneberg, Leonie Beers (22) und Peer Asmussen (26). Wir sprachen über die Ziele, die die Seebrücke verfolgt, darüber, was sie von der deutschen, aber auch von den europäischen Regierungen fordert und die beiden erzählten mir, was ihre persönliche Motivation ist, sich in der Seebrücke zu engagieren. Herausgekommen ist ein äußerst lebendiges, authentisches und vor allem sehr ehrliches Interview mit zwei jungen Menschen, die sich klar positionieren und Verantwortung übernehmen: Für Menschenrechte und Solidarität, gegen rechte Hetze und Ausgrenzung.