+49 (040) 430 00 25 info@why-not.org

Für ihn ist es selbstverständlich, zu helfen: der Jurist Thomas Krüger ist Mitglied von Amnesty International Hamburg, unterstützt in diesem Zusammenhang die Asylsprechstunde der NGO sowie das Flughafenforum unter der Leitung der Diakonie. Wie seine Arbeit hier im Detail aussieht, welche Herausforderungen und auch Schwierigkeiten ihm dabei begegnen, davon erzählt Thomas Krüger in dem folgenden Gespräch. Außerdem erklärt und definiert er asylrechtliche Begriffe leicht und verständlich, wie beispielsweise die Beschlüsse der Genfer Flüchtlingskonvention oder das Dublin-Abkommen.

An interview with Walid K. (name changed). The young Afghan artist talks about painting, creativity and inspiration. He explains why he likes the colour blue, in what kind of mood he can paint the best and why he prefers to paint people and buildings.

Immer wieder kämpft die iranische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotoudeh für die Rechte der Frauen, gegen Unterdrückung und Willkür. Ein Engagement, welches von Seiten der iranischen Behörden nicht gerne gesehen wird. Im Februar wurde Nasrin Sotoudeh in Teheran erneut verhaftet, das Urteil lautet nun insgesamt 38 Jahre Gefängnis. Doch die mutige Frau lässt sich nicht einschüchtern. Unterstützt wird sie dabei von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und Amnesty International.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte stammt aus dem Jahr 1948. Sie ist Arbeitsgrundlage für die Arbeit von Amnesty International. Doch was genau verstehen wir überhaupt unter Menschenrechten? Wo haben diese ihre Wurzeln und wie können sie geschützt werden? Antworten gibt die Juristin Sarah Rödiger. Sie ist ehrenamtliche Sprecherin von Amnesty International Hamburg und hat sich schon während ihres Studiums für Menschenrechte stark gemacht. In dem folgenden Interview erklärt sie außerdem, wie Amnesty International genau arbeitet, welche Kampagnen und Eilaktionen gerade aktuell laufen und sie zeigt Ursachen auf, weswegen weltweit so viele Menschenreche tagtäglich verletzt werden.

Mahmood ist aufgeregt. Gleich wird er sein Heimatland Afghanistan vorstellen. Eine Woche lang hat der 29-Jährige mit den Mitarbeitern des why not Cafés an dieser Präsentation gefeilt, hat im Internet recherchiert, sich Notizen gemacht, das freie Sprechen geübt. Seit nun mehr als zwei Jahren ist Mahmood schon in Deutschland, hat sich mittlerweile gut in Hamburg eingelebt, hat Freunde gefunden, besucht einen Sprachkurs, arbeitet ehrenamtlich hier im Café.

Alleine dieses Jahr sind bereits über 1700 Menschen auf dem Mittelmeer ertrunken – die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Viele europäische Staaten schließen ihre Häfen, die Seenotrettung wird kriminalisiert, Organisationen, aber auch Einzelpersonen werden angeklagt, während weiterhin tausende Menschen einen sinnlosen Tod sterben. Um diesem erschreckenden Trend entgegenzuwirken, gründete sich Mitte diesen Jahres die Seebrücke, eine Initiative, die sich solidarisch mit den betroffenen Flüchtlingen zeigt. Ich traf zwei Mitstreiter der Seebrücke Kreis Pinneberg, Leonie Beers (22) und Peer Asmussen (26). Wir sprachen über die Ziele, die die Seebrücke verfolgt, darüber, was sie von der deutschen, aber auch von den europäischen Regierungen fordert und die beiden erzählten mir, was ihre persönliche Motivation ist, sich in der Seebrücke zu engagieren. Herausgekommen ist ein äußerst lebendiges, authentisches und vor allem sehr ehrliches Interview mit zwei jungen Menschen, die sich klar positionieren und Verantwortung übernehmen: Für Menschenrechte und Solidarität, gegen rechte Hetze und Ausgrenzung.

Wie fühlt es sich an, sein Heimatland verlassen zu müssen, sich auf eine gefährliche und lange Reise zu begeben, dessen Ausgang ungewiss ist? Alles, was man liebt, zurückzulassen, um sich in der Fremde ein neues Leben aufzubauen, alleine und auf sich gestellt? Von diesen traumatischen Erfahrungen berichtet der junge Syrer Ahmad (Name auf Wusch geändert) eindringlich und authentisch in dem folgenden Gespräch. Gleichzeitig erzählt er aber auch von dem Zauber, den ein solcher Neuanfang in sich hat, vom Ankommen, vom Finden neuer Freunde, und von der Angst, die hier langsam besser wird. Denn Ahmad hat es geschafft, sich zu integrieren, versteht sich mittlerweile als Teil der deutschen Gesellschaft. Dafür ist er dankbar.

Vor ungefähr einem Jahr begegneten der junge Afghane Farid (Name auf Wunsch geändert) und ich uns zum ersten Mal. Ich recherchierte in einer Flüchtlingsunterkunft und war mit Farids älteren Bruder zum Interview verabredet. Farid saß auf der Fensterbank, die Beine angewinkelt, vor sich ein Notizbuch, ganz vertieft in das Schreiben. Ich fragte ihn, was er da schreibt, er schaute kurz zu mir auf, der Blick wach und offen, antwortete dann: „Ich schreibe Briefe an Ava“.  Später, bei einer Tasse Tee, erzählte mir Farids Bruder, dass Ava die große Liebe seines Bruders ist, die er nach seiner Flucht 2015 in Kabul zurücklassen musste. Und er betonte auch, dass Farid voller Talente stecke, was das Schreiben anginge. In einem Gemeinschaftsprojekt hat Farids Bruder einige der Briefe Farids vom Persischen (Dari) ins Deutsche übersetzt, anschließenden habe ich den Texten den literarischen Feinschliff gegeben. Einen dieser Briefe lesen Sie hier.