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Ende der 90er Jahre kam Claudia Andereya aus dem spanischen Baskenland nach Deutschland, hier studierte sie Theologie, heute ist die 34-Jährige in der Hamburger City Church als Seelsorgerin tätig. In dem folgenden Gespräch erzählt Claudia von ihrer Arbeit in der Kirchengemeinde und davon, warum ihr ihr Glaube so wichtig ist.

 

Stell dich doch bitte einmal kurz vor!

Mein Name ist Claudia Andereya, ich bin 34 Jahre alt. Aufgewachsen bin ich in Spanien, im Baskenland um genau zu sein. Später habe ich dann viel Zeit in Barcelona verbracht. Seit 1998 bin ich Deutschland. Darüber hinaus habe ich deutsche Wurzeln, mein Vater ist Deutscher. Zusammen mit meiner Mutter ist er damals nach Spanien ausgewandert. Sie waren Missionare, haben fast 30 Jahre in diesem Bereich gearbeitet.

Mexiko ist ein Land der Kontraste: Auf der einen Seite die immens hohe Kriminalität, überwiegend bedingt durch die Drogenkartelle, aber auch durch Armut und Perspektivlosigkeit. Auf der anderen Seite die wunderschöne Kultur der Maya, die bis heute in vielen Teilen des Landes sichtbar ist und Mexiko zu einem beliebten Reiseziel für Touristen aus der ganzen Welt macht. Doch wie gefährlich ist Mexiko tatsächlich?

 

Basisfakten zu Mexiko

Mexiko ist ein Land im Norden Amerikas. Die Bundesrepublik umfasst insgesamt 31 Bundesstaaten, hinzu kommt das Hauptstadtdistrikt Mexiko-Stadt. Mexiko grenzt im Norden an die USA, im Süden und Westen an den Pazifischen Ozean, im Südosten an Guatemala, Belize und das Karibische Meer sowie im Osten an den Golf von Mexiko.

 

Mit einer Gesamtfläche von fast zwei Millionen Quadratkilometern ist Mexiko das fünfgrößte Land auf dem amerikanischen Doppelkontinent. Etwa 120 Millionen Menschen leben in Mexiko, davon sind über 80 Prozent europäisch-indigener, 11 Prozent indigener sowie fünf Prozent europäischer Abstammung. Die Amtssprache ist Spanisch, es wird von 91,7 Prozent der Bevölkerung gesprochen. Seit 2003 werden jedoch 62 weitere, indigene Sprachen als Nationalsprachen anerkannt.

 

Der Drogenkrieg in Mexiko

Unter dem Drogenkrieg in Mexiko versteht man die bewaffneten Konflikte, die von den mexikanischen Polizei- und Militäreinheiten gegen die Drogenkartelle als auch von den Angehörigen der Drogenkartelle unter einander ausgetragen werden. In den vergangenen zehn Jahren forderten diese blutigen Auseinandersetzungen an die 200.000 Opfer, darunter viele Zivilisten. Seit 2010 wird der Konflikt von dem Heidelberger Institut für internationale Konfliktforschung als ein innerstaatlicher Krieg eingestuft. Zu diesem Zeitpunkt wies die mexikanische Armee eine Stärke von 50.000 Soldaten auf und kämpfte gemeinsam mit den 35.000 Beamten der Bundespolizei gegen 30.000 Angehörige der Drogenkartelle.

 

Die Drogenkartelle verfügen über paramilitärische Einheiten, was sie so gefährlich macht, denn ihre Ausrüstung ist hochmodern, sie benutzen unter anderem Maschinengewehre, Granatwerfer und Handgranaten.

 

Die Zeit von 2000 bis 2006 markiert die Amtszeit von Vicente Fox. In diesen sechs Jahren wurden über 9000 Menschen im Drogenkrieg getötet. Doch trotz dieser alarmierenden Zahl verhielt sich die Regierung unter Fox passiv und schritt nicht ein. Als jedoch 2006 Felipe Calderón sein Amt antrat, sollte sich dies ändern, Calderón erklärte den Kampf gegen die Drogenkartelle zu einer seiner wichtigsten Angelegenheiten. Und er handelte sofort: Noch im Dezember 2006 schickte er 6500 Soldaten in den westlichen, in Zentralmexiko liegenden Bundesstaat Michoacán. Seine Soldaten sollten die gewaltsamen und blutigen Auseinandersetzungen zwischen den Drogenkartellen beenden. Dieser Akt steht für den Beginn des Drogenkrieges zwischen dem mexikanischen Staat und den Drogenkartellen. Doch wer sind die Akteure in diesem Konflikt?

 

Selbstverständlich sind die Polizei und das Militär involviert. Zur Polizei gehören insgesamt über 430.000 Beamte, die meisten von ihnen arbeiten für die Munizipalpolizei und sind oftmals schlecht ausgebildet und schlecht bezahlt, was sie leicht anfällig für Korruption macht. Die restlichen 34.500 Beamte gehören zur Bundespolizei, auch sie gelten als korrupt. Schätzungen zufolge arbeiten etwa fünf bis 15 Prozent der Sicherheitskräfte mit den Kartellen zusammen. Das mexikanische Militär ist mit 200.000 Soldaten relativ groß. Etwa ein Viertel dieser Soldaten sind in den Drogenkrieg involviert.

 

Und es gibt Bürgermilizen in Mexiko. Sie traten erstmals 2013 im Bundesstaat Guerrero in Erscheinung, heute gibt es sie in fast allen 31 Bundesstaaten. Diese Bürgermilizen sind autonom organisierte Selbstverteidigungsgruppen, die für die öffentliche Sicherheit sorgen und sich gegen Erpressungen, Entführungen und Gewaltdelikte durch die Drogenkartelle zur Wehr setzen wollen.

 

Hauptakteur im Drogenkrieg sind die Drogenkartelle. Sie bekämpfen sich unter einander oder sind in Kämpfe gegen die Sicherheitskräfte verstrickt. Das mächtigste Kartell ist das Sinaloa-Kartell.

 

Es entstand in den 1990er Jahren zusammen mit dem Golf-Kartell, dem Juárez-Kartell sowie dem Tijuana-Kartell. Zu den neueren Kartellen gehören das Beltrán-Leyva-Kartell sowie das Familia Michocana und das Los Zetas.

 

Alle diese Drogenkartelle agieren verschieden, haben unterschiedliche Strukturen und Strategien. Gemeinsam ist ihnen jedoch, dass sie mit äußerster Gewalt gegen ihre Gegner vorgehen. Die Kartelle finanzieren sich nicht nur durch den Drogenhandel, sie haben noch weitere Einnahmequellen aus anderen kriminellen Machenschaften wie den Schutzgelderpressungen und Entführungen. Die Schutzgelderpressung, auch Narcocuota genannt, wird erst seit wenigen Jahren angewendet. 2007 begann das Kartell Los Zetas mit dieser Praktik, aktuell zahlt jedes Geschäft in Mexiko Schutzgeld, ganz gleich, ob es in die Drohgengeschäfte verwickelt ist oder nicht.

 

Und Entführungen spielen eine große Rolle. Meist sind es zentralamerikanische Migranten, die auf ihrem Weg in die USA entführt werden. Viele dieser Migranten gehören zu den nicht identifizierbaren Todesopfern des Drogenkrieges, sie werden in Massengräbern in ganz Mexiko begraben. Die, die nicht getötet werden, werden oft zur Mitarbeit in den Kartellen gezwungen und vor allem Frauen müssen sich prostituieren.

 

Hinzu kommt, dass die Kartelle oft auch mit lateinamerikanischen Gangs wie der Mara Salvatrucha oder der Mara 18 zusammenarbeiten. Die Gangs sind zuständig für den Vertrieb der Drogen und sie kontrollieren bestimmte Stadtgebiete. Außerdem sind sie verantwortlich für die Ausbeutung von Migranten, die von Zentralamerika über Mexiko in die USA reisen.

 

Der Hauptteil aller Drogen gelangt von Mexiko aus in die USA. Mexiko ist vor allem Transitland für das Kokain aus Kolumbien. Etwa 90 Prozent des Kokains gelangt über die mexikanische Grenze in die USA. Seit die Nachfrage nach Kokain in den USA zurückging, erschlossen sich die Kartelle neue Absatzmärkte in Mexiko selbst. Seitdem wird in den Bergen illegal Marihuana und Schlafmohn zur Herstellung von Heroin angebaut. Aber auch die Produktion von synthetischen Drogen hat stark zugenommen mit der erschreckenden Folge, dass immer mehr Mexikaner Drogen konsumieren und in die Drogengeschäfte verwickelt sind. Nicht nur korrupte Beamten und Polizisten ziehen Profit aus diesen illegalen Machenschaften, auch gerade junge Mexikaner lassen sich mangels hoher Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit mit den Drogenkartellen ein.

 

Das Sinaloa-Kartell

Im Laufe der 1980er Jahre kam es zu einer Professionalisierung des Drogenhandles in Mexiko. Waren es früher überwiegend kolumbianische Kartelle, die die Drogen (hauptsächlich Kokain, Heroin und Marihuana) in die USA schmuggelten, mischte sich jetzt Mexiko massiv in den Drogenhandel ein. Der ehemalige Polizeibeamte Miguel Ángel Felix Gallardo ist Vorreiter und Pionier im Bereich des Drogenhandels. Zusammen mit seinen Partnern Ernesto Fonseca Carrillo und Rafael Caro Quintero gründete er das Guadulajara-Kartell, welches zu diesem Zeitpunkt den gesamten Kokainhandel in Mexiko beherrschte. 1998 wurde Gallardo von der Polizei inhaftiert, das Guadulajara-Kartell löste sich auf und es schien, als wäre der Drogenhandel zunächst zerschlagen. Doch alle der fünf verbliebenen Drogenbosse strebten nach mehr Einfluss, nach mehr Macht, sie konnten sich nicht einigen, also entstanden verschiedene, kleinere Splitterorganisationen, unter anderem das Sinaloa-Kartell (sowie das Golf-Kartell, das Tijuana-Kartell und das Juárez-Kartell). Trotz zahlreicher blutiger Auseinandersetzungen zwischen diesen Kartellen entwickelte sich das Sinaloa-Kartell zum einflussreichsten und mächtigsten Kartell in der Geschichte Mexikos. Heute hat es seine Basis in der Stadt Culiacán im Bundesstaat Sinaloa im Westen Mexikos und ist gleichzeitig in über 20 weiteren Bundesstaaten sowie über die Grenzen Mexikos hinaus aktiv. Das Sinaloa-Kartell bekommt derzeit Unterstützung von diversen mexikanischen Behörden und dies sowohl auf kommunaler als auch auf regionaler Ebene, sogar auf Bundesebene. Im Verborgene wird sogar vermutet, dass Präsident Calderón in geheimer Mission mit den Führern des Sinaloa-Kartells zusammengearbeitet hat. Denn während sich die anderen Kartelle brutale und blutige Kämpfe mit den mexikanischen Streitkräften lieferten, blieb das Sinaloa-Kartell weitestgehend verschont. Mittlerweile zählt es zu den mächtigsten Organisationen im Drogenhandel weltweit. Zwischen 1990 und 2008 wurden über 200 Tonnen Kokain importiert und vertrieben.

 

Die Menschenrechtslage in Mexiko

Streitkräfte des Militärs und die Polizei verüben immer wieder massive Menschenrechtsverletzungen insbesondere an Menschenrechtsaktivisten und Journalisten. Folter und Misshandlungen sind hierbei an der Tagesordnung, ebenso das Verschwindenlassen von Kritikern. Im Jahr 2016 galten über 2700 Personen als vermisst, von ihnen fehlt bis heute jede Spur. Nur selten kommt es in diesen Fällen zu einer Aufklärung von Seiten der Behörden. Diese unternehmen nichts, um die Opfer aufzufinden, die Verbrechen bleiben bis auf wenige Ausnahmen- straflos. Zwar wurde im Oktober eine Sonderstaatsanwaltschaft, die Fiscalía Especializada, gebildet. Sie soll sich mit Fällen verschwundener und vermisster Personen befassen. Ihre Arbeit wird jedoch durch die weitverbreitete Korruption massiv behindert, eine objektive Aufklärung der Fälle ist dadurch nicht möglich.

 

Darüber hinaus stellt die organisierte Kriminalität ein immenses Problem dar. In diesem Kontext kommt es immer wieder zu gewaltsamen Ausschreitungen und Morden. Im Jahr 2015 wurden offiziell 36126 Menschen getötet, die Dunkelziffer dürfte weitaus größer sein. Damit bleibt Mexiko für kritische Journalisten und Menschenrechtsaktivisten eines der gefährlichsten Länder der Welt. Von den Behörden werden diese Morde vertuscht und sie bemühen sich nur in den seltensten Fällen, diese aufzuklären. So wurden beispielsweise 2016 mehrere Journalisten, die sich mit problematischen Themen wie der Korruption und dem Verschwindenlassen ihrer Kollegen beschäftigten, getötet. Fakt ist, dass Journalisten keinen angemessenen Schutz erhalten. Und die Verantwortlichen für Drohungen, Angriffe und Mord bleiben weitestgehend straffrei. Das führt dazu, dass viele der Betroffenen aus ihren Heimatstädten fliehen oder aus Angst vor Repressalien ihre Arbeit niederlegen.

 

Mexiko als Transitland

Mexiko ist Transitland für Migranten aus Zentralamerika, sie stammen vor allem aus El Salvador, Guatemala, Honduras und Nicaragua. Jährlich überqueren etwa 150.000 Menschen ohne Papiere die Südgrenze zu Mexiko. Das ist die offizielle Zahl. Die Dunkelziffer jedoch ist mehr als doppelt so hoch: Schätzungen zu Folge handelt es sich um an die 400.000 Migranten. Durch Mexiko verläuft in Richtung USA der weltweit größte Migrationsstrom. Besorgniserregend ist die zunehmende Beteiligung der Drogenkartelle am Schmuggel von Migranten, es agieren gut organisierte Schleppernetzwerke, denn der Handel mit Menschen ist ein lukratives Geschäft. So ist beispielsweise das Grenzgebiet zwischen Mexiko und Guatemala nicht sehr gut passierbar und wird daher gerne von den Kartellen sowohl für den Menschenschmuggel als auch für den Schmuggel von Drogen und Waffen genutzt. Haben es die vielen Flüchtenden schließlich bis in den Norden Mexikos geschafft, gilt es eine weitere, letzte Hürde zu überwinden: Die Grenze zur USA. Die meisten von ihnen reisen auf dem kürzesten Weg durch Mexiko und überqueren die Grenze zur USA in Texas. Hier wird auch das meiste Kokain in die USA geschmuggelt. Dieses Grenzgebiet wird von dem Golf-Kartell kontrolliert. Es wird davon ausgegangen, dass die Migranten von dem Kartell als Drogenkuriere missbraucht werden. Im Gegenzug dazu dürfen sie dann die Routen des Kartells benutzen. Genaue Zahlen zu diesem Sachverhalt liegen jedoch nicht vor.

 

Trump und seine Idee vom Bau einer Mauer

Der neue US-Präsident Donald Trump ist derzeit dabei, den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko einzuleiten. Dieses Vorhaben gehört zu einem seiner zentralen Wahlkampfversprechen. Die Mauer soll als Schutz gegen illegale Einwanderer dienen. Es ist wohl das größte staatliche Bauprojekt in den USA seit der Errichtung der Hoover-Talsperre zwischen Nevada und Arizona (in den Jahren 1993 bis 1935). Seinen Wählern verspricht Trump durch dieses Projekt die Erschaffung vieler neuer Arbeitsplätze. Und gleichzeitig weiß Trump, dass der Mauerbau teuer wird. Sehr teuer. Über die tatsächliche Höhe der Kosten gibt es bisher nur unkonkrete Schätzungen, es wird von Zahlen zwischen 15 und 25 Milliarden US-Dollar ausgegangen. Denn bis dato sind viele Details noch nicht geklärt, so gibt es unter anderem Streitigkeiten über Höhe und Breite der Mauer und auch die Materialfrage ist noch nicht endgültig beschlossen. Absurd ist jedoch mit Sicherheit die Tatsache, dass Trump während seines Wahlkampfes immer wieder erklärt hatte, dass Mexiko selbst für die Kosten des Mauerbaus aufkommen soll. Diese Forderung wies der aktuelle mexikanische Präsident Pena Nieto jedoch scharf zurück. Doch womit begründet Trump diese Forderung? Der amerikanische Präsident beruft sich hierbei auf die angeblich so hohen Kosten, die die Mexikaner jedes Jahr durch illegale Einwanderung, Kriminalität und Drogenhandel in den USA verursachen.

 

Die Idee eines Mauerbaus ist allerdings nicht neu, ganz im Gegenteil, bereits 1994 errichtete der damalige Präsident Clinton erste Metallzäune, unter Bush kam es dann sogar zu einem Sicherheitszaungesetzt (2006). Für sieben Milliarden Dollar wurden auf einer Strecke von über 1100 Kilometer an der Grenze zwischen Mexiko und den USA Grenzanlagen errichtet.

 

Neben den immensen Kosten für den Mauerbau Trumps spielt auch der Zeitfaktor eine nicht unerhebliche Rolle, Experten gehen davon aus, dass seine Mauer sollte sie tatsächlich gebaut werden genau dann fertig sein wird, wenn in den USA die neuen Präsidentschaftswahlen anstehen.

 

Text: Sophie Martin   Fotos: Alan Basurtto (sie zeigen die Stadt Cuanajuato in Zentralmexiko)

Alejandro Guerrero (33) has left his home country Mexico five years ago. In the following interview he talks about cultural differences, about his problems with the german language and about Trumps idea of building a wall across the mexican border.

 

Can you give us a short presentation of yourself please?

My name is Alejandro Guerrero and I am 33 years old. I am an engineer and I work for Airbus here in Hamburg.

 

From which part in Mexico are you?

I am from the north of Mexico, from the city Delicias Chihuahua exactly.

 

Did you grew up in Mexico?

Yes, Ive spent my childhood and youth there. It was a good time, we played a lot in the streets and were outside most of the day.

 

How is the mexican school system?

Normally the kids go to the play school for three years, then they visit the primary school for another six years and when theyve finished the primary school they go to the secondary school for three more years. After this they have the possibility to join the high school and if they get a good graduation they can study at university. Me myself, Ive studied at the university of Chihuahua.

 

Since when you are in Germany?

Im here since August 2011.

 

Where is your family?

I have two brothers and one sister. My parents, they live in Mexiko with my younger brother. My sister lives in the USA close to the city of Houston.

 

Why did you decide to leave Mexico and come to Germany?

Because of my job. In Mexico my company offered me the possibility to go to Europe and work there for Airbus. That was a big chance for me, so I applied for this program. I had luck and they took me. So now, I work here for Airbus. This is really a big thing!

 

Do you like Germany?

Yes, but honestly I must admit that I didnt planned to stay here that long. The first idea was to stay here only for eight months. But Airbus asked me to join the team for a longer period. And Germany is completely different to Mexico, thats sure!

 

So tell me, what are the biggest differences between life in Mexico and life here in Germany?

Probably the biggest difference is happiness, I have found that Germans are not that happy or relaxed like Mexicans, is very easy to see that in the public transportation, everyone is serious and not speaking with others, if you said hello they dont reply to that.

Another difference is the organization, Germans are very well organized and have the calendar full of activities and there is not flexibility on it and Mexicans dont plan that much, everything is more spontaneous and they have more flexibility and give preference to family and friends. The third difference is the puctuality. To be unpuctual is definetely part of the mexican culture! Except at work! For example you have dinner with friends and you meet lets say at ten oclock in the evening it is normal that everyone comes ten or twenty minutes later. Here in Germany the people are often very busy and everything is so hectic because they all have appointments. Being late is unpolite, people really get angry with you if you are late. Another big difference is the security. In Mexico you have to be aware of a lot of things. For example you want to get money from the cashpoint: you dont hold the money a long time in your hands or even count it no, you put it immediately in your pocket! And there is one thing I notice very often: German people are often pessimistic, they always concentrate on the negativ aspects. Mexicans are different, they are more optimistic.

 

So then: what is typical for the mexican culture?

For most of the Mexicans their family is very important. We are very close to our family members, we take care and help each other. In general, we spend a lot of time with our family. You know, Mexico is a very huge country, therefore the culture in everyone of the 31 states is different, it really depends on where you are and so you get in touch with different food, music and customs.

 

Do you miss Mexico sometimes?

Yes, of course I miss my home country from time to time! But I would like to stay for a few time here in Germany. But I visit Mexico once a year, usually around Christmas. So I see my family and my friends and the home sickness gets not so strong.

 

How difficult is it to learn the german language?

Yeah, this is a problem indeed. I am in Germany since five years and I still have problems with the language. First I intended to stay here only for eight month, so I wasnt interested in learning the language that much. At the beginning, it was more important to make friends, to get to know some people, to visit some cities. At work I speak english or even spanish, I only have a few german colleagues. But I can survive with my german outside, I can speak to the stuff in a supermarket or in a restaurant or if I have to ask for the way. I mean, I can handle the basics.

 

How do I have to imagine a typical day in Mexico?

Oh, it is completely different to a typical day here in Germany. If it is a working day you start very early in the morning, at five a.m. Then you have breakfast and go to work, usually by car. In Mexico everyone has a car, it is not so common to take the train or the bus. And at work you have more contact with your colleagues, they are more like friends. You meet them after work to have a drink. Later in the evening, lets say at nine or ten p.m., you enjoy dinner with your colleagues, yout family and friends. In Mexico everything is more relaxed, the people are not so stressed. And Im convinced that the Mexicans are more flexibel.

 

How is the climate in Mexico?

Well, it is hot, very hot. But as I said before, Mexico is a huge country, so there are regional differences, for sure. It depends on in which state you are in. For example in the northern region there is a big desert. During the day it is really hot, but at night the climate changes dramatically and becomes very, very cold.

 

What about the drug war in Mexico? How dangerous is the country really?

Oh, the situation in Mexico is completely wrong represented by the media! Of course, there i s a lot of violence, but it concerns primarily the people who are involved in the drug business. If you are a normal Mexican you live a normal, ordinary life. But you always have to be careful, thats right. For tourists Mexico is more dangerous than for natives. Tourists are always in danger to get robbed or kidnapped. And there are a lot of fights between the different drug syndicates with a lot of victims. But the people who get killed are all involved in the drug business. There are not a lot of civil victims.

 

What do you think about Trump and his idea of building up a wall?

Oh, in my eyes this is ridiculous! Mexico has more important and serious problems. This idea of building up a wall is only a strategy by Trump to keep him up in the media, to make him more popular. I think, no Im convinced, that America wont build this wall and that Mexico wont pay for it. Most of the migrants going to the USA do this by plane, so they are not crossing the border directly. And dont forget: Mexicans are experts in building tunnels!

 

You said that Mexico has more serious problems than Trump. Can you explain this a little bit more detailled?

In Mexico there is a very high unemployment and especially the youth has no perspectives. And the current president is in my opinion not good for the country. One of the main problems in Mexico is the corruption all over the country and of course, the drug war is a permanent problem.

 

Can you imagine to return to Mexico one day?

Sure, I will always belong to my home country. And I miss my family and my friends. Thats why Im sure I will return one day, but for now I want to complete my goals, continue learning the German culture, language and taking advantage of the big opportunity to work in Hamburg in a multicultural environment.

Das Interview wurde von Sophie Martin geführt.

Das Netzwerk AFGHANISTAN INFO Hamburg wurde vor 15 Jahren, im Februar 2002, von dem Deutsch-Afghanen Rafiq Shirdel gegründet. Das Netzwerk versteht sich als Integrationshilfe für Flüchtlinge mit afghanischem Migrationshintergrund hier in der Hansestadt. Genauso wird aber auch Hilfestellung vor Ort in Afghanistan geleistet. Darüber hinaus liefert das Netzwerk einen immensen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit, es dient als Kommunikationsbrücke zwischen verschiedenen Institutionen und beantwortet sämtliche, Afghanistan betreffende Fragen. In dem folgenden Gespräch äußert sich der Sohn von Rafiq Shirdel, der Sozialwissenschaftler Blall Shirdel, zu der aktuellen Situation in Afghanistan. Der 31-jährige erklärt wichtige politische Zusammenhänge und Gegebenheiten mit einem erschreckenden Fazit: Der Krieg in Afghanistan wird weitergehen.

Jahrzehntelange blutige Auseinandersetzungen haben Afghanistan geprägt. Bomben, Gewalt und Angst gehören hier zur Normalität. Was Frieden ist, dass weiß die afghanische Bevölkerung nicht. Viele sind geflohen. Und doch ist da ein wenig Hoffnung. Auf ein Ende der Schreckensherrschaft der Taliban. Auf einen Abzug der ausländischen Truppen. Auf einen langsamen Wiederaufbau der eigenen Heimat.

Der Deutsche Hans J. (Name geändert) war als Soldat der Bundeswehr für längere Zeit in Afghanistan stationiert und hat hautnah erlebt, was es heißt, sich Gefechte und Kämpfe mit den Taliban zu liefern. Aber auch Sayed P. (Name ebenfalls geändert), der in Afghanistan geboren ist, hat die bittere Erfahrung machen müssen, der Willkür und dem Terror der Taliban schutzlos ausgeliefert zu sein. 2015 kam er schließlich als Flüchtling nach Deutschland und fand Zuflucht. In dem folgenden Gespräch erzählen die beiden authentisch und bewegend von den traumatischen und prägenden Eindrücken, die der Krieg in dem Land am Hindukusch bei ihnen hinterlassen hat.

Es ist Donnerstagvormittag, kurz nach halb zehn. Draußen fällt Regen, der Nebel verschluckt die Gebäude und ihre Silhouetten, grauer, trüber Himmel über Hamburg. Doch in der CityChurch in der Michaelispassage, nahe der S-Bahnhaltestelle Stadthausbrücke, ist es behaglich warm und trocken. Betritt man die Räumlichkeiten, kommt man direkt in das gemütliche Café, es ist seit etwa einer halben Stunde geöffnet, der Geruch von frisch gebrühten Kaffee liegt in der Luft. Noch ist es ruhig, die Deutschkurse haben gerade begonnen, bis auf einen Tisch rechst in der Ecke sind alle anderen frei. An den Wänden hängen Portraitfotografien der Fotografen Pierre Jarawan und Claudia Dewald. Sie passen gut in das Ambiente, zeigen Menschen der unterschiedlichsten Altersklassen, sowohl Kinder als auch die ältere Generation, alle aus Krisengebieten wie dem Irak, Syrien oder Afghanistan.

La  República del Ecuador, es un país latinoamericano ubicado en la parte noroccidental de Sudamérica. Limita al norte con Colombia y al sur y al este con Perú.

David proviene de la ciudad de Quito, la capital de Ecuador. En la siguiente conversación habla acerca de la naturaleza unicá de su país natal, ademáexplica qué es lo que le gusta de Alemania y responde a la pregunta: "¿Quisieras regresar un día a tu país?"

Ecuador liegt im Nordwesten Lateinamerikas, es grenzt im Norden an Kolumbien und im Süden an Peru.

David kommt aus Quito, der Hauptstadt Ecuadors. In dem nachfolgenden Gespräch erzählt er von der einzigartigen Natur in seinem Heimatland, er erklärt, was ihm an Deutschland gefällt und er beantwortet die Frage, ob er eines Tages nach Ecuador zurückkehren möchte.