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Mahmood ist aufgeregt. Gleich wird er sein Heimatland Afghanistan vorstellen. Eine Woche lang hat der 29-Jährige mit den Mitarbeitern des why not Cafés an dieser Präsentation gefeilt, hat im Internet recherchiert, sich Notizen gemacht, das freie Sprechen geübt. Seit nun mehr als zwei Jahren ist Mahmood schon in Deutschland, hat sich mittlerweile gut in Hamburg eingelebt, hat Freunde gefunden, besucht einen Sprachkurs, arbeitet ehrenamtlich hier im Café.

Alleine dieses Jahr sind bereits über 1700 Menschen auf dem Mittelmeer ertrunken – die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen. Viele europäische Staaten schließen ihre Häfen, die Seenotrettung wird kriminalisiert, Organisationen, aber auch Einzelpersonen werden angeklagt, während weiterhin tausende Menschen einen sinnlosen Tod sterben. Um diesem erschreckenden Trend entgegenzuwirken, gründete sich Mitte diesen Jahres die Seebrücke, eine Initiative, die sich solidarisch mit den betroffenen Flüchtlingen zeigt. Ich traf zwei Mitstreiter der Seebrücke Kreis Pinneberg, Leonie Beers (22) und Peer Asmussen (26). Wir sprachen über die Ziele, die die Seebrücke verfolgt, darüber, was sie von der deutschen, aber auch von den europäischen Regierungen fordert und die beiden erzählten mir, was ihre persönliche Motivation ist, sich in der Seebrücke zu engagieren. Herausgekommen ist ein äußerst lebendiges, authentisches und vor allem sehr ehrliches Interview mit zwei jungen Menschen, die sich klar positionieren und Verantwortung übernehmen: Für Menschenrechte und Solidarität, gegen rechte Hetze und Ausgrenzung.

Das why not? Café in der Markstraße war ein ganz besonderer Ort, soviel steht fest. Denn es war ein Ort, der Integration gefördert hat, dessen Türen immer offenstanden, für Menschen aus der ganzen Welt. Im why not? spielten Herkunft und Religion keine Rolle, dafür Respekt und Toleranz umso mehr. Doch was bringen die vielen unterschiedlichen Menschen mit dem why not? in Verbindung? Und was werden sie an dem Café vermissen? Unsere Bloggerin Sophie hat nachgefragt:

Nun ist es soweit: Das Sommerfest im Karolinenviertel kann beginnen! Es ist Samstag, der 22. Juli kurz nach 13 Uhr und im why not? Café in der Markstraße herrscht ein lebendiges, leicht hektisches Treiben. In der Küche finden die letzten Vorbereitungen für den internationalen Food Market statt, man hört Töpfe und Geschirr klappern, der Ofen und der Herd sind an, es ist warm, ein klein wenig stickig.

In der zweiten Herbstferienwoche ist es wieder soweit: Wir können dank weiterer Förderung erneut Kunstkurse für Kinder und Jugendliche anbieten!

Diesesmal wird es zwei verschiedene Kurse geben:

Vom 24. – 28. Oktober 2016 wird ein Bastelkurs für Kinder sowie ein Musikkurs (Gesang) für Jugendliche angeboten, jeweils von 15.30 – 18.00 Uhr. Der Musikkurs wird nach der Workshop-Woche wöchentlich weitergeführt bis zum Ende des Jahres – und zwar immer samstags und wird mit einem öffentlichen Auftritt enden.

Die Kunstkurse für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien sind erfolgreich mit einer Vernissage geendet. Was ein Spaß dieser August war für alle Beteiligten!

Und erstaunlich, was so ein Kunstkurs alles noch so mit sich bringt... Bereits während des Holzkurses in den Sommerferien herrschte eine schöne Stimmung zwischen den Teilnehmer_innen. Zwei Wochen lang bohrten und schraubten sie an unterschiedlichen Werken herum, spielten Tischtennis in der Pause (mit selbstgebauten Tischtennis-Schlägern), zeigten sich Musik und Videos und erzählten Geschichten aus ihrem Leben. Es gab viel zu lachen. Der letzte Tag war fast wie Abschied nehmen - doch wenig später sollten sich schon alle bereits wiedersehen. Denn Tufan lud die Truppe zum Essen ein.

Internationaler geht es kaum! An einem Grill stand Rene aus Honduras und legte Hühnerkeulen auf, nebenan am anderen Grill brutzelte Jeff aus Nigeria Steaks. Und auf der Wiese zwischen Barbeque und Backsteinvilla hatte Marlies aus Deutschland Spiele für die Kinder organisiert.

So feierte die Peace Chapel Hamburg ihr Sommerfest. Der Ort hätte kaum besser sein können. Eine riesige Wiese zum Spielen, Biertische zum Schmausen, eine Veranda vor der Villa für die Band und ein kleiner Teich vor dem Haus, in dem zwar ein Fußball verschwand, dann aber wieder gerettet werden konnte. Die Kinder spielten Sackhüpfen, Ringewerfen und pusteten Seifenblasen. Und bei Gegrilltem und selbstgemachten Salaten ging es auch den Großen richtig gut.

Der erste Teil des 4-wöchigen Kunstkurs-Angebots (Ferienprogramm des why not?) ist erfolgreich zu Ende gegangen. Die Kids hatten eine Menge Spaß beim Basteln, Malen und Handwerkeln. In der Holzwerkstatt wurden Tischtennisschläger, Schachspiele, Hocker, Regale, Gitarren und vieles mehr gebaut. Im Basteln&Malen-Kurs wurden Jutebeutel bedruckt, Kunstwerke aus Ton getöpfert und es sind viele schöne bunte Bilder entstanden.

Mit viel Kreativität, Konzentration und Spaß waren die Kids dabei.