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Als Bloggerin und Autorin bin ich sehr dankbar, in Deutschland zu arbeiten und zu schreiben. Hier kann ich meine Meinung ungehindert verbreiten und veröffentlichen, ohne Angst vor Konsequenzen haben zu müssen. „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Eine Zensur findet nicht statt“, so steht es in Artikel 5 des Grundgesetzes. Diese Pressefreiheit, genauer gesagt die äußere Pressefreiheit, bezeichnet also das Recht von Medien wie Zeitungen (auch Internetzeitungen), Rundfunk und TV auf eine ungehinderte Ausübung ihrer Tätigkeit und vor allem auf die staatlich unzensierte Veröffentlichung von Nachrichten und Meinungen. Details zu Rechtsfragen regelt das Presserecht. Die Idee dieser Presse- und Meinungsfreiheit wurde vor allem während der Zeit der Aufklärung entwickelt. Doch diese Rechte gelten leider in weiten Teilen der Welt nicht: Überall wird systematisch gegen Medienschaffende gehetzt, sie werden verfolgt und unterdrückt, was dazu führt, dass sie zunehmend in einem Klima der Angst arbeiten. Was sind Ursachen für die Verfolgung von Medienschaffenden? Welche Länder sind besonders betroffen? Und was passiert überhaupt mit den Inhaftierten? Antworten gibt der folgende Hintergrundbericht mit Beispielen aus der Türkei, Honduras, Ägypten und China.

Für ihn ist es selbstverständlich, zu helfen: der Jurist Thomas Krüger ist Mitglied von Amnesty International Hamburg, unterstützt in diesem Zusammenhang die Asylsprechstunde der NGO sowie das Flughafenforum unter der Leitung der Diakonie. Wie seine Arbeit hier im Detail aussieht, welche Herausforderungen und auch Schwierigkeiten ihm dabei begegnen, davon erzählt Thomas Krüger in dem folgenden Gespräch. Außerdem erklärt und definiert er asylrechtliche Begriffe leicht und verständlich, wie beispielsweise die Beschlüsse der Genfer Flüchtlingskonvention oder das Dublin-Abkommen.

An interview with Walid K. (name changed). The young Afghan artist talks about painting, creativity and inspiration. He explains why he likes the colour blue, in what kind of mood he can paint the best and why he prefers to paint people and buildings.

Immer wieder kämpft die iranische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotoudeh für die Rechte der Frauen, gegen Unterdrückung und Willkür. Ein Engagement, welches von Seiten der iranischen Behörden nicht gerne gesehen wird. Im Februar wurde Nasrin Sotoudeh in Teheran erneut verhaftet, das Urteil lautet nun insgesamt 38 Jahre Gefängnis. Doch die mutige Frau lässt sich nicht einschüchtern. Unterstützt wird sie dabei von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte und Amnesty International.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte stammt aus dem Jahr 1948. Sie ist Arbeitsgrundlage für die Arbeit von Amnesty International. Doch was genau verstehen wir überhaupt unter Menschenrechten? Wo haben diese ihre Wurzeln und wie können sie geschützt werden? Antworten gibt die Juristin Sarah Rödiger. Sie ist ehrenamtliche Sprecherin von Amnesty International Hamburg und hat sich schon während ihres Studiums für Menschenrechte stark gemacht. In dem folgenden Interview erklärt sie außerdem, wie Amnesty International genau arbeitet, welche Kampagnen und Eilaktionen gerade aktuell laufen und sie zeigt Ursachen auf, weswegen weltweit so viele Menschenreche tagtäglich verletzt werden.

Wie fühlt es sich an, sein Heimatland verlassen zu müssen, sich auf eine gefährliche und lange Reise zu begeben, dessen Ausgang ungewiss ist? Alles, was man liebt, zurückzulassen, um sich in der Fremde ein neues Leben aufzubauen, alleine und auf sich gestellt? Von diesen traumatischen Erfahrungen berichtet der junge Syrer Ahmad (Name auf Wusch geändert) eindringlich und authentisch in dem folgenden Gespräch. Gleichzeitig erzählt er aber auch von dem Zauber, den ein solcher Neuanfang in sich hat, vom Ankommen, vom Finden neuer Freunde, und von der Angst, die hier langsam besser wird. Denn Ahmad hat es geschafft, sich zu integrieren, versteht sich mittlerweile als Teil der deutschen Gesellschaft. Dafür ist er dankbar.

Vor ungefähr einem Jahr begegneten der junge Afghane Farid (Name auf Wunsch geändert) und ich uns zum ersten Mal. Ich recherchierte in einer Flüchtlingsunterkunft und war mit Farids älteren Bruder zum Interview verabredet. Farid saß auf der Fensterbank, die Beine angewinkelt, vor sich ein Notizbuch, ganz vertieft in das Schreiben. Ich fragte ihn, was er da schreibt, er schaute kurz zu mir auf, der Blick wach und offen, antwortete dann: „Ich schreibe Briefe an Ava“.  Später, bei einer Tasse Tee, erzählte mir Farids Bruder, dass Ava die große Liebe seines Bruders ist, die er nach seiner Flucht 2015 in Kabul zurücklassen musste. Und er betonte auch, dass Farid voller Talente stecke, was das Schreiben anginge. In einem Gemeinschaftsprojekt hat Farids Bruder einige der Briefe Farids vom Persischen (Dari) ins Deutsche übersetzt, anschließenden habe ich den Texten den literarischen Feinschliff gegeben. Einen dieser Briefe lesen Sie hier.

Wer wollte, dass ihre Stimme für immer verstummt? Der Mord an Anna Politkowskaja ist bis heute nicht endgültig geklärt, wirft Rätsel auf, lässt Fragen offen. Fest steht: Die passionierte Journalistin, Menschenrechtsaktivistin und kritische Autorin mehrerer Bücher war vor allem eins – Putin und Kreml Gegnerin. Immer wieder prangerte sie die Menschenrechtsverletzungen im Tschetschenienkrieg an – bis sie schließlich heute vor 12 Jahren, am 7. Oktober 2006, in ihrem Wohnhaus in Moskau erschossen wurde.