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Die Anzahl der Todesopfer in Syrien wird auf 400.000 geschätzt, der Großteil davon sind Zivilisten. Zwölf Millionen Syrer haben durch Krieg und Terror ihr Zuhause verloren, weitere sieben Millionen Menschen sind derzeit auf der Flucht. Alleine in Deutschland wurden 2015 knapp 430.000 Syrer als asylsuchend registriert. Das ist die traurige und erschreckende Bilanz von sechs Jahren Bürgerkrieg unter Baschar al-Assad. Doch was sind Ursachen und Gründe für diesen Konflikt? Welche Staaten sind in ihn involviert? Und wie sieht die Zukunft Syriens aus? Diese und weitere wichtige Fragen beantwortet der folgende, ausführliche Hintergrundbericht.

Der Iran blickt auf turbulente Jahrzehnte zurück: Kam es zunächst in den 60er Jahren unter Schah Mohammed Reza zu einer klaren Annäherung an westliche Strukturen, so wurden diese im Zuge der Islamischen Revolution durch Ayatollah wieder umgeworfen. Doch auch aktuell kommt es vermehrt zu Spannungen im Land. Erst am 7. Juni dieses Jahres verübte der IS Anschläge auf das Parlament sowie das Mausoleum Ayatollah Chomeinis in Teheran. Und auch in die gegenwärtige Krise um das Emirat Qatar ist der Iran involviert. Es geht um Terrorismusvorwürfe, Macht, Einfluss und Geld.

Das Netzwerk AFGHANISTAN INFO Hamburg wurde vor 15 Jahren, im Februar 2002, von dem Deutsch-Afghanen Rafiq Shirdel gegründet. Das Netzwerk versteht sich als Integrationshilfe für Flüchtlinge mit afghanischem Migrationshintergrund hier in der Hansestadt. Genauso wird aber auch Hilfestellung vor Ort in Afghanistan geleistet. Darüber hinaus liefert das Netzwerk einen immensen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit, es dient als Kommunikationsbrücke zwischen verschiedenen Institutionen und beantwortet sämtliche, Afghanistan betreffende Fragen. In dem folgenden Gespräch äußert sich der Sohn von Rafiq Shirdel, der Sozialwissenschaftler Blall Shirdel, zu der aktuellen Situation in Afghanistan. Der 31-jährige erklärt wichtige politische Zusammenhänge und Gegebenheiten mit einem erschreckenden Fazit: Der Krieg in Afghanistan wird weitergehen.

Jahrzehntelange blutige Auseinandersetzungen haben Afghanistan geprägt. Bomben, Gewalt und Angst gehören hier zur Normalität. Was Frieden ist, dass weiß die afghanische Bevölkerung nicht. Viele sind geflohen. Und doch ist da ein wenig Hoffnung. Auf ein Ende der Schreckensherrschaft der Taliban. Auf einen Abzug der ausländischen Truppen. Auf einen langsamen Wiederaufbau der eigenen Heimat.

Der Deutsche Hans J. (Name geändert) war als Soldat der Bundeswehr für längere Zeit in Afghanistan stationiert und hat hautnah erlebt, was es heißt, sich Gefechte und Kämpfe mit den Taliban zu liefern. Aber auch Sayed P. (Name ebenfalls geändert), der in Afghanistan geboren ist, hat die bittere Erfahrung machen müssen, der Willkür und dem Terror der Taliban schutzlos ausgeliefert zu sein. 2015 kam er schließlich als Flüchtling nach Deutschland und fand Zuflucht. In dem folgenden Gespräch erzählen die beiden authentisch und bewegend von den traumatischen und prägenden Eindrücken, die der Krieg in dem Land am Hindukusch bei ihnen hinterlassen hat.