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Am 22. September war es soweit. Unter dem Motto „Integration und internationale Begegnung“ wurde unser neues why not? in Hamburg Lokstedt eröffnet. Das Café befindet sich in den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde in der Emil-Andresen-Straße 34. Die Eröffnung, zu der wir ca. 100 Gäste begrüßen durften, war geprägt von einer gespannten Stimmung auf das, was sich hier in den nächsten Wochen und Monaten entwickeln wird. Es wurde viel gelacht, gut gegessen und Ideen gesammelt, was möglich ist, um das Café zu einem beliebten Ort des interkulturellen Austausches werden zu lassen. Wir werden oft gefragt, wie es eigentlich dazu kam, dass neben dem unserem why not? auf St. Pauli noch ein weiteres eröffnet wird. Hier ein kleiner Rückblick..

Die Eröffnungsrede war wie auf das Projekt MULTI+Plus zu geschneidert. Julia Wöhlke, die erste Vorsitzende, sprach sich ausdrücklich dafür aus, dass Beruf und Bildung einer der wichtigsten Schritte im Integrationsprozess sind. Das Projekt MULTI, das dieses Jahr sein 10 jähriges Jubiläum feiert und seit zwei Jahren nun als MULTI+Plus durchgeführt wird, macht sich genau dafür stark. Im Rahmen dieses Projektes bekommen minderjährige unbegleitete Flüchtlinge die Möglichkeit einen unterstützenden Deutschkurs zusätzlich zu ihrem Schulunterricht zu besuchen. Damit ist es jedoch meist noch nicht getan und so entschied sich die Leitung des Projekts, Fe-Muin Ruf, dieses zu erweitern.

Wenn irgendwo in der Welt ein neuer Krieg tobt oder eine Hungersnot ausbricht, stehen Menschen aus diesen Teilen der Welt einige Monate später im why not?. Glen Ganz, Einrichtungsleiter des why not?, berichtet, wie Hamburger helfen, warum er die Ängste der Flüchtlingsgegner versteht und wieso Migranten für unsere Gesellschaft überlebenswichtig sind.

Was bedeuten die gestiegenen Flüchtlingszahlen für das why not??

Wir als Einrichtung kommen langsam an unsere Grenze, viel mehr Flüchtlingen können wir nicht helfen. Unsere Ausgaben für Wasser, Strom und Essen sind in diesem Jahr um 25 Prozent gestiegen. Wir müssen überlegen, wie es nächstes Jahr weitergeht. Im Moment haben wir in unseren Sprachkursen 180 Teilnehmer, für eine kleine Einrichtung wie uns ist das sehr viel. Was schön ist: Die Zahl der Ehrenamtlichen hat sich in den letzten Monaten verdoppelt. Die Leute stehen einfach vor der Tür und wollen helfen. Über 60 Ehrenamtliche kochen, unterrichten, machen Gottesdienste, beraten oder begleiten Flüchtlinge zu Behörden.